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Osteuropa war viele Jahrzehnte nur sehr schwer zugänglich. Seit nunmehr über 15 Jahren ist das Reisen dort sehr einfach möglich, und zwar nicht nur in die großen Metropolen, sondern auch per Auto in entlegene Ecken.
Besonders das Baltikum, Rümänien und Slowakei haben es mir angetan. Griechenland und Bulgarien sowei Slowenien und Moldavien stehen noch aus. Albanien und Serbien müssen es derzeit und in mittelfristiger Zukunft nicht gerade sein...
Es ist wie eine Zeitreise in ein Vorkriegsdeutschland. Gerade in Rumänien habe ich oft die Vorstellung, das es genau so auch einmal bei uns ausgesehen hat. Wasserleitung via Pumpe vor dem Haus an der Straße, Bettlaken zum Bleichen auf dem Rasen, Teppiche ausklopfen, Betten zum Lüften aus dem Fenster hängen.
Überall noch Menschen mit Sensen, Pferdefuhrwerken, Bauern, die noch ohne Hightech Heumieten aufschichten oder Mähen. Kühe, die von alten Frauen per Hand gemolken werden.
Die menschen dort mögen Arm sein und sich nach den “Segnungen” des Westens sehnen, aber irgendwann werden Sie diesen mageren, aber unvergesslichen Zeiten, genauso nachtrauern, wie ich es tue. Wir sind dort mit unserem alten 58jährigen Peugeot gereist. Er war die viel bessere Alternative als der einschüchternde Land Rover mit all seinem Getüdel. Es passte einfach wunderbar und wurde an den Grenzübergängen mit Probefahrten und fachsimpeleien anstelle von Abzocke und Durchsuchen belohnt. Es war wunderbar, mit dem Oldtimer einfach abends auf irgendeine Weide zu klötern, das Zelt aufzubauen und zu sein. Das werden wir sicher noch oft machen. Leider nun ohne den guten alten Peugeot, aber per Motorrad lässt sich das Ganze ja auch genießen. Hoffentlich noch recht oft!
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