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Hier sind nun also viele kubikmeter Stein gewordene Geschichte abgelichtet. Wenig Menschen, viele tote Tempel ;-) Aber diese Plätze haben mich schon immer fasziniert, weniger die Menschen, die drin herumlaufen... Von uns gibts eh mehr als genug.
Angkor war immer ein Traum von mir, nachdem ich mir Tikal, Palenque, Chitzen Itza, Luxor, Tal der Könige, Patagonien, Island, Stonehenge, Cornwall, Bretagne, Rom, Libyen usw. usf. bereits gegönnt habe, stehen nun die östlicheren Gefilde zur Erkundung an... Angkor ist mit Ausnahme der großen Mauer und der Cheops Pyramide sowie Tikal, sicher das Eindrucksvollste Bauwerk der Welt. Hier könnt Ihr es also bestaunen. Es handelt sich dabei um ein 70qkm grosseres Areal, in dem sicher bis zu 20 Tempelanlagen stehen. Die Entstehung datiert auf 800 bis 1400 AD. Erbaut wurden Sie durch das Khmer Volk. Und das in wirklich rasanter Bauzeit. Verwendet wurde Sandstein, der aus etlichen Kilometern Entfernung herbeigeschafft wurde. An Material wurde ein Vielfaches der Cheopspyramide verbaut (5fache Masse!!!). Die ältesten Tempel sind auch die perfektesten. Die Fugen zwischen den einzelnen Quadern sind in Handarbeit ineinander gepasst! Jeder einzelne Stein perfekt an den benachbarten, die Fugen sind nahezu unsichtbar. Dadurch konnten die Wurzeln des Dschungels dort auch nicht richtig Fuss fassen. Die neueren Tempel sind viel stärker in Mitleidenschaft gezogen, als z.B. Angkor Wat, die die älteste der Tempelanlagen ist.
Der schönste Tempel ist meiner Meinung nach Ta Prohm und Angkor Thom. In Ta Prohm stehen zum Teil noch die Urwaldriesen inmitten der Gemäuer. Es ergibt sich dadurch eine ganz außerordentliche Stimmung. Alien gleich, wachsen die Baum Wurzeln innerhalb der Gemäuer. Manchmal ist schwer zu sagen, wo der Baum aufhört und der Stein anfängt.
Ich habe dort sehr viele - hoffentlich auch einige aussagekräftige, Bilder gemacht. Bei der Menge an japanischen Touristen, die überall herumwuseln und krabbeln war das eine echte Geduldsprobe. Aber ich glaube, es hat sich gelohnt.
Die Tempel waren einmal ungeheuer detailiert und prachtvoll. Allein die kilometerlangen Friese und Reliefs sind ein absolutes Wunderwerk. Beinahe undenkbar, wie so etwas grandioses in dieser kurzen Zeit geschaffen werden konnte. Die ganze Anlage ist wirklich staunenswert. Teils erinnerte Sie mich an Tikal oder Palenque oder Chichen Itza. Besonders die extrem hohen und steilen Treppen sind sich wirklich sehr ähnlich, wie auch Teile der Deckengewölbe und Säulen. Es war so ganz anders, als in den Tempeln von Bangkok, aber ungleich beeindruckender, wenn auch nicht so bunt und freundlich...
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